Ganz unabhängig von der Qualität Ihrer Möbel können durch unsachgemäße Behandlung, extreme Raumtemperatur-Schwankungen oder veränderte Fußbodenunebenheiten kleine Probleme auftreten. Man muss kein Profi sein, um die nötigen Korrekturen selbst auszuführen.
An dieser Stelle ein paar praktische Tipps:
Bremsklappenhalter
Bremsklappenhalter justieren: Ob am Barfach oder an der ausklappbaren Schreibtischplatte - in beiden Fällen sorgen Bremsklappen dafür, dass die Klappe nicht schlagartig nach unten fällt. Die Bremsmechanik lässt sich ganz einfach mit einer Einstellschraube regulieren. Drehen Sie die Schraube lockerer, wird stark abgebremst. Die Schraube fester gedreht - und der Bremsweg wird geringer. Achtung! Bremsklappen niemals ölen! Keine schweren Geräte o. ä. auf die Platte stellen, denn dadurch würde der Bremsmechanismus auf Dauer untauglich.
Realboden oder Kleiderstange hängt durch?
Regalbretter, Einlegeböden und Kleiderstangen tragen täglich schwere Last. Unter extremen Belastungen kann auch das strapazierfähigste Material irgendwann nachgeben. Ein kleiner Trick: Drehen Sie den Einlegeboden einfach um (soweit die Bodenträgerbohrungen es erlauben)!
Schraubenlöcher ausgeleiert?
Bei Verwendung derselben Schraube füllen Sie einfach etwas Holzleim in das Loch und drehen die Schraube ein. Die Stelle muss gut austrocknen, bevor sie wieder belastet wird! Kleiner Trick: Haben Sie keinen Holzleim zur Hand, wickeln Sie einen Faden um die Schraubenwindung und drehen die Schraube dann wieder ein.
Klemmende Schubladen?
Prüfen Sie mittels Wasserwaage, ob das Möbel waagerecht steht und schieben Sie kleine Holzkeile unter die anzuhebenden Ecken. Schubladen laufen wieder leichter mittels eines Tricks aus Großmutters Zeit: Reiben Sie die Seiten, bzw. Laufschienen mit etwas Kerzenwachs oder trockener Kernseife ab. Viele moderne Schubladen laufen auf Teleskopschienen in Kugelbahnen. Die Bahnen hin und wieder auswischen und mit Vaseline oder Kugellagerfett einreiben.
Vorsicht! Nicht mit dem Holz in Berührung kommen, da sonst leicht Flecke entstehen können.
Verzogene Türen?
Wenn Ihr Schrank nicht mehr optimal schließt, können Sie selbst Abhilfe schaffen. Sie benötigen lediglich einen Schraubenzieher. Das Ausrichten der Türen geht dank der modernen Topfband-Technik sehr einfach.
Während unseres Schlafes erholen sich Körper und Seele, Wirbelsäule und Zellgewebe regenerieren sich. Logisch, dass die physiologische Regeneration unseres Körpers in direktem Zusammenhang mit der Beschaffenheit des Bettes zusammenhängt. Ihr Bett sollte optimale Bewegungsfreiheit besitzen, anatomische Körperunterstützung bieten und außerdem in der Lage sein, nassgeschwitzte Feuchtigkeit abzutransportieren und an die Raumluft abzugeben. Das ideale Schlafsystem passt sich punktgenau dem Körper an und nimmt eine natürliche S-Form an. Nutzen Sie beim Kauf auf jeden Fall die Möglichkeit des Probeliegens!Tipp Bettenreinigungen bieten heute praktischen und preiswerten Abhol- und Lieferservice!
Federkern
Hauptbestandteil sind Stahlfedern im Inneren, die von mehreren Schichten verschiedener Materialien ummantelt sind. Federkernmatratzen bieten gute Luftzirkulation und Federungseigenschaften.
Federkissenpflege
Täglich morgens bei geöffnetem Fenster auslüften lassen. Bettdecken 2x pro Woche, Kissen täglich aufschütteln, um deren Klimafunktion zu erhalten. Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen, denn durch Hitze werden die Federn brüchig. Keinesfalls klopfen oder saugen! Selbstverständlich nur mit Bettbezug verwenden und diesen regelmäßig waschen. Konventionelle Flachdecken nach 5 Jahren vom Fachmann reinigen lassen. Kopfkissen sollten alle 2 Jahre gereinigt und nach 5-8 Jahren ersetzt werden.
Bei Kissen und Decken aus anderen Materialien beachten Sie bitte die Herstellerangaben zur Reinigung.
Latex-Kern
Latex wird aus der Milch des Gummibaumes oder synthetisch hergestellt. Es wird aufgeschäumt, in unterschiedliche Luftkammerformen "gebacken" und mit anderen Materialien vermischt. Das Ergebnis ist hochelastisch. es sinkt lediglich der belastete Punkt ein, nicht dessen Umgebung. Für Allergiker besonders interessant: Latexmatratzen sind staubfrei und keimtötend!
Matratzenpflege
Matratzen werden durch aufgezogene Bettlaken geschützt. Nach Möglichkeit jeden Morgen auslüften, ab und zu an die frische Luft stellen. Wenigstens 1x im Jahr sollte die Matratze im Freien längere Zeit auslüften und entstaubt werden. Zur Entstaubung verwenden Sie eine weiche Bürste. Sie können auch sanft absaugen, jedoch nicht klopfen! Nach etwa 10 Jahren sollte die Matratze aus hygienischen Gründen ersetzt werden.
Taschenfederkern
Bis zu 500 Stahlfedern sind einzeln in Stofftaschen genäht. Vorteil ist die Lautlosigkeit der Federung. Taschenfederkernmatratzen sind hochflexibel und anschmiegsam. Aufgrund der hochwertigen Verarbeitung haben diese Matratzen auch Ihren Preis.
Bier
Feinwaschmittel: Lauwarme Lösung mit weißem Tuch auftragen und abreiben
Blut
Kaltes Wasser/ Feinwaschmittel: Fleck mit kaltem Wasser einweichen. Mit Feinwaschmittellösung oder Polstershampoo und weißem Tuch behandeln
Bohnerwachs
Waschbenzin/ Fleckenwasser: Weißes Tuch mit dem Mittel tränken und den Fleck abreiben
Butter
Waschbenzin/ Fleckenwasser: Weißes Tuch mit dem Mittel tränken und den Fleck abreiben
Eiweiß, Eigelb
Fleck mit kaltem Wasser einweichen. Mit Feinwaschmittellösung oder Polstershampoo und weißem Tuch behandeln
Fruchtsäfte, Kakao
Feinwaschmittel: Lauwarme Lösung mit weißem Tuch auftragen
und abreiben
Kaffee
Benzinseife/ warmes Wasser: Weißes Tuch mit Benzinseife tränken, mit warmem Wasser nachreiben
Kaugummi
Eiswürfel in Plastikbeutel auflegen, bis die Masse hart ist. Danach vorsichtig abbröckeln
Kerzenwachs
Waschbenzin: Mit getränktem Lappen abreiben. Wachs soweit wie möglich abheben, dann mit Waschbenzin mehrmals nachbehandeln
Kugelschreiber
Benzin/ Benzol: Saugfähiges, weißes Tuch mit Lösung tränken und den Fleck durch vorsichtiges Klopfen entfernen
Likör
Reiner Alkohol/ Feinwaschmittel: Mit weißem, getränktem Tuch abreiben. Danach mit warmer Feinwaschmittellösung behandeln
Lippenstift
Fleckenwasser/ Waschbenzin: Stelle mit getränktem Tuch abreiben. Mit Waschmittellösung nachreiben
Nagellack
Aceton: Mit weißem, getränktem Tuch abreiben. Achtung! Vorher Farbechtheit prüfen!
Obst, Früchte
Feinwaschmittel: Lauwarme Lösung mit weißem Tuch auftragen und abreiben
Rotwein
Feinwaschmittel: Lauwarme Lösung mit weißem Tuch auftragen und abreibe
Ruß
Waschbenzin: Mit warmer Feinwaschmittellösung und weißem Tuch abreiben. Danach mit Waschbenzin nachbehandeln
Glas
Die Transparenz des Glases ermöglicht moderne, großzügige Raumgestaltungen. Das TÜV-Siegel mit GS-Zeichen weist auf Einhaltung der vorgeschriebenen Sicherheitsvorschriften hin.
Acryl
Acryl ist schlagfest, splittert nicht und in der Regel sind Kratzer und leichte Brandstellen entfernbar.
Acryl- oder Plexiglaspflege
Mit weichem Lappen und Spülmittellösung abwischen, mit klarem Wasser nachreiben. Wirkt gegen statisches Aufladen! Tiefere Kratzer mit feinkörnigem Glaspapier, danach mit feinem Nassschleifpapier beseitigen. Mit Metallpolitur nachreiben.
Pflege
Glasflächen werden mit handelsüblichem Fensterreiniger und einem Fensterleder gepflegt. Sie können alternativ auch warmes Essigwasser verwenden. Beim Nachtrocknen wirkt Zeitungspapier wahre Wunder.
Streifenfreie Ergebnisse erhalten Sie durch einen Schuss Spiritus ins Wasser.
Milchglas nur mit heißem Essigwasser abwaschen und sorgfältig trocknen.
Stark verschmutzte Spiegel und Scheiben mit einer halben Zwiebel abreiben, etwas einwirken lassen und dann mit Wasser, dem etwas Spiritus beigefügt wurde, abwaschen.
Spezial-Tipp:
Fensterleder wird nicht hart, wenn man es nach dem Gebrauch in leichtem Salzwasser auswäscht und an der Luft trocknet.
Ein Stück Natur in Ihrem Heim
Es gibt ca. 30.000 bis 40.000 Holzarten auf dieser Welt. Nur etwa 600 sind im Handel. Während noch bis vor kurzem tropische Edelhölzer, wie Palisander oder Mahagoni aktuell waren, geht der Trend heute mehr zu den europäischen Hölzern. Holz ist ein Stück lebendige Natur, denn es arbeitet. Starke Holzveränderungen werden durch ein gesundes Raumklima verhindert. Empfohlen werden 18 bis 20 Grad Celsius Raumtemperatur und eine relative Luftfeuchtigkeit von 50 bis 60 Prozent. Der Wert des Holzes wird durch seine Härte und Gewicht bestimmt. Weichhölzer, wie Fichte, Kiefer, Erle werden wegen ihres günstigen Preises meist naturbelassen für massive Möbel verwendet. Mittelharte Hölzer sind Esche, Buche und Nussbaum. Buche eignet sich für Parkette und Polstergestelle. Esche und das teure Nussbaumholz werden oft zu Furnier verarbeitet. Harte Hölzer, wie z. B. Kirschbaum und Eiche sind besonders wertvoll. Beide Hölzer werden sowohl für Massivmöbel, als auch für Furniere verwendet.
Furniere
Da massive Möbel leider ihren Preis haben, sind die meisten Gebrauchsmöbel aus einem modernen Mix: Massivholz mit furnierten Platten. Furniere werden stets aus hochwertigen Baumstämmen gearbeitet. Diese werden in dünne Schichten geschnitten und anschließend auf eine Grundplatte geleimt. Je nach Schnittrichtung entstehen unterschiedlichste Maserungen, so dass jedes Stück ein Unikat ist. Fest verleimte Furniere sind gebrauchstüchtiger, da sie gegen Temperaturschwankungen unempfindlicher sind als massives Holz.
Massivholzmöbel
Nur wenn Seitenwände, Böden, Fronten und Sockelleiste aus massivem Holz sind, darf das Möbelstück diesen Namen tragen. Ansonsten handelt es sich um teil- massive Möbel, bei denen einzelne Bestandteile aus Faser-, Span oder Sperrholzplatten bestehen können. Bei den sogenannten Bio-Möbeln sind die Oberflächen nachweislich nur mit pflanzlichen Ölen und Wachsen behandelt worden.
MDF-Platten
Abkürzung für "mitteldichte Faserplatte". Holzfasern und Bindemittel werden im Verhältnis 9:1 versetzt, heiß getrocknet und unter hohen Temperaturen und Druck zu Platten gepresst. Die Plattenoberflächen werden mit Folie beschichtet oder lackiert.
Spanplatten
Das bei der Holzverarbeitung anfallende Restholz und Ausforstungsholz wird zu einer Holzmasse verarbeitet, getrocknet, mit Leimharzen vermischt und dann unter hohem Druck zu Platten gepresst, welche langlebig und nahezu verzugsfrei sind.
Sperrholzplatten
Furniere unterschiedlicher Stärke werden kreuzweise verleimt und verpresst, wodurch eine hohe Festigkeit erzielt wird.
Tischlerplatten
Extrem stabile Sperrholzplatten mit mindestens einer Furnierlage auf jeder Seite und einer Mittelschicht aus aneinandergeleimten Holzleisten.
Pflegetipps für alle Hölzer
Im allgemeinen braucht Holz wenig Pflege. Ein Staubtuch reicht normalerweise aus. Stauben Sie regelmäßig ab und wischen Sie dabei immer in Richtung der Maserung. Fingerabdrücke beseitigt man mit einem leicht feuchten Fensterleder und reibt mit einem trockenen Staubtuch nach. Setzen Sie das Holz möglichst gleichmäßigem Licht aus. Ein ständig auf der gleichen Stelle liegendes Buch verhindert z. B. das Nachdunkeln. Besonders nachdunkelnde Hölzer sind Kiefer, Fichte und Tanne. Grobporige Holzarten, wie Eiche und Esche, am besten nicht feucht abwischen, da der Staub sich sonst in den Poren absetzen kann. Vorsicht bei Feuchtigkeit! Achten Sie bei Vasen, Übertöpfen und Gläsern darauf, dass keine Feuchtigkeit auf das Holz einwirkt. Sollte doch einmal ein Wasserrand entstanden sein, wischen Sie ihn sofort ab und reiben trocken nach.
Behandelte Holz-Oberflächen:
Lackierte Flächen
Diese sind völlig unproblematisch. Bei Verschmutzungen feucht überwischen und trocken nachreiben. Verwenden Sie auf keinen Fall Polituren oder Sprays, denn diese greifen den Lack an! Achten Sie darauf, dass Gummi-Gleiter, z. B. unter Hi-Fi-Anlagen immer mit Filz unterlegt sind. Auch die darin enthaltenen Weichmacher können den Lack angreifen. Aus dem gleichen Grund keine selbstklebenden Folien oder Klebestreifen verwenden.
Gewachste Flächen
finden sich häufig bei Bio-Massivmöbeln. Hier muss auf das Raumklima geachtet werden, denn gewachste Möbel sind empfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Normale Pflege: Abstauben und feucht wischen, nachwischen mit einer Bienenwachs-Pflege-Emulsion. Nach dem Trocknen mit fusselfreiem Tuch nachpolieren. Bei stumpfer Oberfläche: Mit Pflanzenseife reinigen, hauchdünn mit Bienenwachs-Politur nachwachsen, polieren. Bei starker Verschmutzung: Schmutz mit Wachs-Balsamreiniger entfernen. In schwierigen Fällen oder bei Kratzern etwas Reiniger auf ein Polierflies oder 280-er Schleifpapier geben und ausreiben. Das rohe Holz mit Naturharz-Öl einreiben und nachwachsen.
Geölte und gelaugte Flächen
Von Zeit zu Zeit Naturharz- oder Paraffin-Öl gleichmäßig auftragen. Nach dem Trocknen mit einem fusselfreiem Tuch nachreiben.
Bei starker Verschmutzung: Schmutz mit 280-er Schleifpapier entfernen. Reinigen mit Pflanzenseife und nachölen. Bei Schäden und stark abgenutzten Flächen: Mit Pflanzenseife reinigen, hartnäckige Flecken und Kratzer nachschleifen, entstauben und dünn einölen wie folgt: Öl auftragen, Überstand stehen lassen, sofort nochmals Öl auftragen, nach ca. 10 Minuten Überstand abnehmen und wie gehabt nachreiben.
Kleine Mängel ausbessern
Kratzer auf poliertem Holz? Betupfen Sie die Stelle mit einer 1:1 Mischung aus Essig und Öl. Nachpolieren mit einem weichen Lappen. Abnutzungsschäden an Möbel oder Türen? Die meist helleren Stellen erst reinigen, dann mit einem Retuschier-Stift einfärben. Tiefere Schrammen füllt man mit Bienenwachs der Holzkitt und färbt mit dem Retuschier-Stift nach.
Der Fachhandel hält eine große Auswahl an Holzpflegemitteln für Ihre Möbel bereit.
Leder made by nature
Leder hat Tradition. Dieses natürliche und zweckmäßige Material wird von den Menschen schon seit 4000 v. Chr. als Kälteschutz, wie zur Taschen- und Möbelherstellung genutzt. Jedes Lederstück ist einzigartig. Narben, Mastfalten im Nacken der Tiere, Striegelrisse und Adern sind Kennzeichnung echter Individualität und keine Qualitätsminderung. Kenner schätzen Leder nicht nur wegen seines geschmeidigen Griffes, sondern auch weil es praktisch unverwüstlich ist.
Antikleder
Verwendung finden nur besonders ausgesuchte Häute. Auf pigmentiertem Nappaleder wird eine dunkle Effektfarbe aufgetragen und das Möbel mit dem Leder bespannt. Anschließend wird von Hand mittels Wischtechnik die antike Patina erzeugt und mit Speziallack versiegelt.
Büffelleder
Häute von Wasserbüffeln mit besonders markanter Struktur und ausgeprägten Naturmerkmalen.
Dickleder
Schweres Volleder mit mindestens 2 mm Stärke. Durch zusätzliche Schrumpfungen wird die Narbenstruktur um ein Weiteres hervorgehoben und verleiht dem Leder den typisch rustikalen Charakter.
Glattleder
Die Tierhäute werden in die hochwertige Hautoberseite, die sogenannte Narbenhaut und in die Hautunterseite gespalten. Glattleder besteht aus der Narbenhaut.
Nubuk-Leder
Edles, samtartiges Kalbs- oder Rindleder, das auf der Narbenseite geschliffen wurde. Dieses Leder ist sehr empfindlich.
Velour-Leder
Diese Häute werden von der Fleischseite geschliffen. Die samtige Oberfläche bekommt mit der Zeit durch Gebrauch eine Patina.
Fleckenentfernung
Angetrockneter Schmutz:
Neutralseife in lauwarmen Wasser auflösen und ein weiches Tuch damit befeuchten. Das Leder großflächig abwischen, jedoch nicht durchfeuchten!
Flüssigkeiten, Speisen, Fette:
Sofort mit saugfähigem Papier oder Tuch aufnehmen. Nicht reiben! Verbleibende Fettflecken ziehen mit der Zeit ins Leder ein.
Grundsätzlich gilt:
Selbst hartnäckigste Flecken dürfen nie mit lösungsmittelhaltigen Produkten behandelt werden! Zu diesen zählen u. a.: Terpentin, Fleckentferner und Benzin.
Glattleder
Zur regelmäßigen Pflege wird das Ledermöbel einfach mit einem weichen, trockenem Tuch abgestaubt. Sie können alternativ auch ein schwach angefeuchtetes Fensterleder verwenden. Zweimal im Jahr (am besten nach der Heizsaison) sollten Sie Ihre Ledermöbel einer gründlichen Reinigung unterziehen. Hierfür wird Natur- oder Neutralseife in handwarmen, destilliertem Wasser aufgelöst und das Leder damit großflächig behandelt. Durch das Waschen geht die Imprägnierung verloren und muss daher mit einem Spezialpflegemittel aufgefrischt werden. Hier gilt: Weniger ist mehr!
Achtung!
Leder darf nie durchfeuchten! Vermeiden Sie außerdem zu starkes Reiben. Direktes Sonnenlicht , zu nahe Heizkörper und Fußbodenheizungsschächte bleichen bzw. trocknen Ihre Ledermöbel aus.
Velour- oder Nubukleder
Zur normalen Pflege genügt vorsichtiges Absaugen mit der Polsterdüse oder einem weichen Bürstenvorsatz. Besonders stark beanspruchte Stellen mit einer weichen Kleiderbürste oder einem Schwamm aufrauen. Zur gründlicheren Pflege reinigen Sie die Ledermöbel wie Glattleder, verwenden jedoch zur Imprägnierung keine Ledermilch, sondern ein Spray.
Metall
Möbel aus Metall erfreuen sich in den letzten Jahren wachsender Beliebtheit. Um Ihre Möbel vor möglicher Korrosion zu schützen, werden sie zumeist vom Hersteller entsprechend behandelt. Für jedes harte, weiche, behandelte oder unbehandelte Metall gibt es entsprechende Polituren. Lassen Sie die Politur möglichst nicht antrocknen. Rillen bei Vertiefungen säubern Sie mit einer weichen Zahnbürste. Metalle immer sehr sorgfältig reinigen, damit die Oberfläche nicht zerkratzt.
Chrom
Chrom, Messing, Kupfer Mit weichem Tuch regelmäßig abreiben. Flecken auf Chrom lassen sich mit einem feuchten Tuch und etwas Natriumkarbonat behandeln. Rost mit Metallreiniger beseitigen. Polierter Kupfer wird blitzblank: Mit heißer Sauerkrautbrühe abwaschen, kalt nachwaschen und polieren. Angelaufenes Messing mit Salz oder Essig reinigen. Unlackiertes Messing mit einer Paste aus Salz und Zitronensaft behandeln.
Edelstahl (rostfrei)
Kleine Schönheitsprobleme beseitigen Sie mit Stahlreiniger. Hochglanzpolierter Edelstahl sollte ab und zu mit Politur behandelt werden. Sehr hilfreich sind Spezialschwämme mit natürlichen Reinigungsstoffen, wie z.B. Kokosseife. Blinde Stellen werden mit einer Mischung aus Schlammkreide und Essig behandelt und wieder wie neu.
Eisen
Um seine Ursprünglichkeit und Farbtiefe zu erhalten, werden Eisenmöbel für Innenräume weder lackiert, noch versiegelt. Das naturbelassenen Material braucht eine spezielle Pflege, um Ansätze von Oxydation zu verhindern. Verwenden Sie das vom Hersteller empfohlene Mittel. Gartenmöbel aus Eisen sind so behandelt, daß Ihnen Wind und Wetter nichts anhaben können.
Stahl
Bei unlackierten Stahlmöbeln gehört Rost zur Patina der Zeit. Mit feiner Stahlwolle und sanftem Druck ist er wegzubekommen. Besser geschützt ist lackierter oder pulverbeschichteter Stahl. Wenn Sie Stahlmöbel feucht reinigen, reiben Sie unbedingt trocken nach!
Aufrechte Verarbeitung
Beim Stoffzuschnitt für die Polsterung verläuft die Schnittkante parallel zur Sitz- und Rückenkante
Biese
In der Naht eingefaßter Zierstreifen
Blende
Sockelartiger Abschluß am Untergestell eines Polstermöbels
Bordüre
Textile Verzierung an der Polsterung
Bultex
Markenname von hochelastischem Kaltschaum
Chaiselounge
Seitlich verlängerter Polstersessel, auf dem bequem Beine ausgestreckt werden können
Chesterfield
Typisch englisches Stilsofa mit abgestuften Rückenpolstern und eingezogenen Stilknöpfen
Drell
Fester und sehr strapazierfähiger Bezugsstoff. Findet häufig bei Matratzen Verwendung
Effilé
Bürstenartige, in der Naht eingefaßte Verzierung von Polstermöbeln
Federkern
In einem Rahmen zusammengehaltene, nebeneinanderliegende, hochelastische Spezialfedern
Federleinen
Textiles Gewebe zum Abdecken des Federkerns
Flammhemmend
Ausrüstung für Textilien, um sie gemäß DIN 4 102 für Klasse B1 oder anderen internationalen Standards schwer entflammbar zu machen
Formteil
In der Endform geschäumtes Polsterteil
Fransen
Textiles Gewebe zum Abdecken des Federkerns
Freischwinger
Sitzmöbel ohne Hinterbeine
Gasdruckfeder
Metallzylinder zur Niveauverstellung
Housse (Husse)
Kompletter, loser Überzug für Sitzmöbel
Kammern
Eingenähte Felder in losen Sitz- und Rückenkissen
Kerb
Genähter Kissenbesatz (Biese)
Kufengestell
Möbeluntergestell, aus 2 Kufen bestehend
Nosag-Federn
Geschlängelte Stahlfedern für Polstermöbel
Ottomanne
Sofa mit abgerundeten Armlehnen. Der Begriff ist türkischen Ursprungs
Perlbeschlag
Dicht aneinander gereihte Ziernägel
Querverarbeitung
Der Stoff wird so zugeschnitten, daß die Webkante auch gleichzeitig die Sitzkante ist
RAL
Gütezeichen des Deutschen Institutes für Gütesicherung und Kennzeichnung
Recamiére
Liege zum aufrechten Sitz mit Kopf- und Fußbrett. Aus dem Französischen, nach Madame Recamiére benannt (18. Jh.)
Sultane
Bequeme Liege mit kopfhochgezogenen Seitenlehnen und weichen Kissen und Polsterrollen
Zylinderfederkern
Untereinander verbundene, zylinderförmige Spiralfedern werden in einem Rahmen zusammengehalten
Grundreinigung:
Ca. alle 5 Jahre sollten Ihre Polstermöbel einer Grundreinigung unterzogen werden. Hierfür eignet sich besonders handelsüblicher Trockenschaum, da Wasserränder vermieden werden. Sprühen Sie den Trockenschaum auf einen angefeuchteten Schwamm auf. Aufschäumen lassen und auftragen. Nach der Einwirkzeit mit einer weichen Bürste in Strichrichtung abbürsten. Waschmaschine?
Abnehmbare Polsterbezüge dürfen nur in der Waschmaschine gewaschen werden, wenn der Hersteller eine Waschmaschinenfestigkeit garantiert!
Polsterreinigung:
Regelmäßig mit einer weichen Bürste und der Polsterdüse des Staubsaugers die Polster säubern. Dabei immer in Strichrichtung des Stoffes arbeiten! Jedes Material verlangt eine spezielle Behandlung, daher sollten Sie auch die Reinigungsempfehlung des Herstellers beachten, besonders bei der Fleckentfernung. ...Sitzmulden oder Sitzfalten sind völlig normal.
Es reicht, wenn Sie die Polster oder Kissen ab und zu aufschütteln, glattstreichen oder mit einer Naturhaarbürste ausbürsten. ...Velourstoffe verändern sich.
Es können Druckstellen entstehen, die der Fachmann "Gebrauchslüster" nennt. Dieser Lüster ist keine Abnutzungserscheinung. Im Gegenteil- der Lüsterglanz wirkt durch Licht- und Schattenwirkung sehr elegant und im Laufe der Zeit erhält der komplette Bezug einen gleichmäßigen Effekt. ...Abgestoßene Haare des Mohair-Velours sind kein Drama.
Die Florstellen schließen sich wieder dicht! Nie gegen den Strich bürsten oder absaugen!
Allgemein
Eine Textilie (zu lat. textilis und frz. texere „gewebt“, „gewirkt“) ist ein flexibles Material, das aus einem Verbund von Fasern besteht. Sowohl Fasern, Garn, textile Flächen wie Gewebe, Gewirke oder Gestricke und fertige Produkte (unter anderem Bekleidung) werden unter dem Oberbegriff Textilien zusammengefasst.
Chemiefasern
Was sind Chemiefasern? Industriell und chemisch hergestellte Fasern. Die wichtigste -auf Pflanzenbasis hergestellte- Chemiefaser ist Viskose, aus welcher Chiffon, Atlas und Organdy gewonnen werden. Viskose ist weich und antistatisch, wegen ihrer mäßigen Strapazierfähigkeit jedoch nicht überall einsetzbar. Dralon-Velours ist eine synthetische Chemiefaser und wird oft für Polsterstoffe verwendet. Dank modernster Technik haben diese Fasern hervorragende Gebrauchs-, Pflege- und Strapaziereigenschaften. Sie sind temperaturausgleichend, hautfreundlich weich, licht- und farbecht, formbeständig, reißfest, schwer entflammbar und schmutzabweisend.
Naturfasern
Aus Pflanzen oder Tierhaaren gewonnenes Material Die wichtigsten Naturfasern sind Baumwolle und Leinen auf pflanzlicher Basis, Wolle, Seide und Mohair auf tierischer Basis. Aus Baumwolle entsteht Batist, Denim, Garbadine, Nessel, Organza und Popelin. Aus Leinen Batist, Flanell, Musselin und Samt. Brokat, Chiffon und Taft werden aus Seide gefertigt. Alle Naturfasern zeichnen sich durch beste Hautfreundlichkeit aus, nehmen Feuchtigkeit gut auf und sind recyclebar.
Stoffe
Natürliches Wohnen beinhaltet mehr denn je die wohnliche Atmosphäre durch schöne Bezugstoffe. Entscheidende Kriterien sind Material, Farbe und Dessin, sowie Haltbarkeit, Gebrauseigenschaften und Farbechtheit.
Granit
Der Name ist sprichwörtlich. Strapazierfähigkeit und Robustheit zeichnen dieses Tiefengestein aus. Granite entstehen durch die Erstarrung von Gesteinsschmelzen (Magma) innerhalb der Erdkruste, meistens in einer Tiefe von mehr als 2 km unter der Erdoberfläche. Im Gegensatz dazu stehen die vulkanischen Gesteine, bei denen das Magma bis an die Erdoberfläche dringt.
Es ist unempfindlich gegen Frucht- und Gärsäure, hitze- und kratzfest, daher hervorragend für Küchen-Arbeitsplatten geeignet. Granit ist in den Farben weißlich-grau, schwarz und rot erhältlich.
Marmor
Farben und Strukturen sind äußerst vielfältig. Auch weist er sehr oft Quarzadern und Poren auf. Da Marmor ein weicher Stein ist, sind leichte Schleifspuren bei längeren Gebrauch unvermeidlich. Aber diese charakteristische Patina gehört einfach zu diesen edlen Stein.
Schiefer
Obwohl sehr hart, zugleich auch sehr empfindlich. Leicht entstehen graue Schürfstellen, die mit klaren Wasser beseitigt werden können. In der Regel wird Schiefer geölt und gewachst, die Platte wird dadurch robuster.
Fossil-Kalkstein
Der dekorative Sonderling! Häufig finden sich Tier-Einschlüsse aus der Urzeit! Jede Platte ist ein absolutes Unikat! Zu ihrem Schutz wird die Oberfläche meist versiegelt.
Pflege:
Stein mit einem faserfreien Lappen und klarem Wasser ohne Zusätze reinigen.
Bei Granit sind Haushaltsreiniger erlaubt. Jeden Fleck sofort reinigen!
Sollten Kalkflecken entstanden sein, waschen Sie die ganze Platte mit lauwarmem Wasser und Schmierseife ab. Polieren Sie mit Filz nach. Niemals Essig, Zitrone und Salz zum Reinigen verwenden! Auch Fruchtsäuren in Säften greifen Naturstein schnell an.
Bei starken Verschmutzungen wenden Sie sich bitte an den Fachmann.